Konfektionierte Geschiebe - sind prothetische Hilfsteile, die als Parallelpassungen in kleinsten Abmessungen angeboten werden. Beide Formteile (Primär,- und Sekundärteile) haben Lötplatten; Retentionsteile oder sind angießbar für eine unlösbare Verbindung zwischen Krone einerseits und herausnehmbarem Prothesenentgerüst anderseits. Konfektionierte Geschiebeteile werden aus hochschmelzendem, mundbeständigen, aufbrennfähigen Legierungen mit Spezialwerkzeugen industriell hergestellt; die Passflächen werden gedreht, gebohrt, gestanzt, gegossen oder gezogen. Diese Geschiebe sind Präzisionsteile, deren Passteile sehr hohe Genauigkeit mit definierten Toleranzen und Haftkräften aufweisen; sie unterscheiden sich in Form und Größe, sind innerhalb und außerhalb der Kronenwanderung anwendbar, sind verriegelbar oder besitzen federnde Rückhalterungen. Verschleißteile von Konfektioierten Geschieben sind auswechselbar, so kann die Lebensdauer sehr groß sein. Für nahezu alle prothetischen Fälle gibt es diese Geschiebe dei sowohl starren als auch gelenkige Verbindungen ermöglichen. Man unterscheidet diese nach ihren Geschiebepassungen ohne Tiefenanschlag und Resilenzgeschiebe; daneben offene Geschiebepassungen mit einem Gelenk, geschlossene Geschiebepassungen mit einem Gelenk und Geschiebepassungen mit einem Kugelfedergelenk.
Kieferorthopädie (KFO) - bezeichnet die Lehre von der Beschreibung und Behandlung der Abweichungen einer regelrechten Entwicklung des Kausystems. Hierbei werder neben den Zahnstellungsanomalien die fehlerhaften Kieferentwicklungen und Kieferrelationen ebenso behandelt wie die Entwicklungsstörungen in der Zahn- und Kieferanlage. Das Ausmaß einer Gebissfehlerentwicklung wird am statistischen Normalwert eines funktional und ästhetische optimalen Kausystems bestimmt, dessen Systemteile sich in einem Differenzierungsprozess zu einem funktionellen Gleichgewicht entwickelt haben. Die Aufgaben der Kieferorthopädie sind die Abweichungen vom normalen Entwicklungsgang rechtzeitig erkennen und analysieren; das Ausmaß einer Fehlentwicklung bewerten und geeignete Behandlungsmaßnahmen zur Korrektur der Anomalie einleiten; weitere Gebissanomalien verhindern,bzw.prophylaktisch wirksam werden, um Rückfälle nach erfolgreicher Behandlung zu verhindern, Verbesserung der Kau,- und Sprachfunktion, Verminderung von Paradontalschäden und Kariesanfälligkeit sowie eine bessere ästhetische Wirkung erreichen. Als Behandlungsziel gilt in der Regel, eine Dysgnathie in ein eugnathes Regelgebiss zu überführen, wozu fehlerhafte Einzelzahnstellungen, deformierter Zahnbögen oder Bisslagenfehler ausgeglichenwerden, ohne dass eine Schädigung des Gebisses eintritt.
Keramikjacketkronen (Vollkeramikkronen) - sind künstliche Kronen aus zahnfarbener Keramik für die Schneide,- und Eckzähne im Oberkiefer wegen der herausragenden Farb,- und Formbeständigkeit, höchste Gewebsverträglichkeit, gute mechanische Werte wie Druck,- und Abrasionsfestigkeit. Wegen dieser Eigenschaften können auch Prämolaren mit Jacketkronen versehen werden. Sie benötigen eine Mindestmaterialstärke von ca. 1mm, was eine hohe Substanzminderung des Zahnstumpfes bedeutet, so dass sie bei Zähnen mit großém Pulpenraum und auch für untere Frontzähne nicht geeignet sind. Keramikkronen besitzen keine Abscherfestigkeit, so dass sie bei Transversalschüben brechen können