| Brücken - sind zahnmedizinische Prothesenkonstruktionen für den Ersatz von Zahngewebe und verlorenen Zähnen, die entsprechend dem üblichen Brückenbegriff fest zwischen Pfeilerzähnen befestigt sind. B. gehören zum festsitzenden (oder auch herausnehmbaren) Zahnersatz, der aus den Brückenankern und den Brückengliedern besteht. Die Abstützung erfolgt ausschließlich auf dem Paradontium der Pfeilerzähne. Nach der Anordnung der Brückenpfeilern unterscheidet man ein- oder mehrspannige Endpfeilerbrücken, oder auch Freiendbrücken; nach der Brückengliedform unterscheidet man: Berührungsbrücken (Sattel- undTangentialbrücken) und Raumbrücken (Spalt- und Schwebebrücken) | Brückenkörper - bezeichnet bei einer Brückenkonstruktion die Anteile der zu ersetztenden Zähne. Die B. lassen sich unterschiedlich formen: als Sattel-B., und Tangential-B. mit Berührung auf der Schleimhaut, aaals Schwebe-B. oder Spalt-B. ohne Schleimhautkontakt.B. müssen so gestaltet werden, dass korrekte Funktionsflächen (anatomische Kauflächen, funktionelle Schneidekanten), gute parodontal-hygienische sowie ästhetisch befriedigende Verhältnisse entstehen und die Konstruktion bei Kaukraftaufnahme verwindungssteif bleibt. Die Verbindung zwischen Brückenanker und Brücke ist grundsätzlich starr; in der Regel werden beide Teile in einem Stück gegossen bzw. verlötet, selten werden sie durch ein teleskopierendes System und einen Tertiäranker (Verschraubung) verbunden. Die Dimensionierung und der Verlauf der B. bestimmen die Durchbiegung der B. Ein kurzer dicker B.biegt sich bei Belastung fast gar nicht durch, während ein doppelt so langer B. sich bei gleicher Belastung und bei gleichem Querschnitt schon achtmal und ein dreimal so langer B. sich 27mal so stark durchbiegt. Bei Querschnittshalbierung biegt sich die Brücke stärker durch. Die Durchbiegung führt zur Spaletenbildung an den entständigen Brückenpfeilern und bei elasticher Verformung zum Abplatzen der Verblendung. Bei einem geardlinigen B. verlauf wir die Kraftaufbnahme regulär zentrisch zu den Pfeilerparodontien erfolgen können. B. müssen okklusal eine exakte Interkuspidation aufweisen, mit maximalen Vielpunktkontakt auch bei Seitwärtsbewegungen. Der B. soll schmaler als der natürliche Zahn modelliert werden, weil dardurch eine günstige Paradontalhygiene möglich ist und Horizontalbelastungen gemildert werden. |